Digitale Integrität Initiative

Initiative für Digitale Integrität

Das Informationszeitalter bringt neue Technologien mit sich, die einerseits Chancen, andererseits Risiken für die freiheitlich-demokratische Grundordnung bedeuten: Beispielsweise ermöglicht die künstliche Intelligenz neue Überwachungsmethoden wie Chatkontrolle, Gesichtserkennung und Social-Scoring, welche die Menschen in ihrer Freiheit bedrohen. Auch digitale Ausweise, elektronisches Zentralbankengeld und E-Voting schaffen weitere Möglichkeiten zur Überwachung. Neue Geschäftsmodelle basieren darauf, die Menschen so präzise zu analysieren, dass Verhaltensvoraussagen über sie getroffen werden können – zum Beispiel, welche politische Partei jemand wählen wird. Das Zusammenspiel zwischen Überwachungskapitalismus und Überwachungsstaat stellt die freie Willensbildung vor grosse Probleme.

Mit unserer kantonalen Volksinitiative möchten wir Bedingungen für eine menschenfreundliche Digitalisierung schaffen, indem wir Gefahren für die Demokratie minimieren und die Selbstbestimmung der Menschen stärken.

Initiative unterschreiben

Geforderte Rechte

Unser Grundrechtskatalog stammt aus einer Zeit, in welcher die Informationstechnologie hauptsächlich aus Stift, Papier und Druckerpresse bestand. Weil wir im Informationszeitalter leben, ist es notwendig das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit um ein Recht auf digitale Unversehrtheit zu ergänzen.

1Recht auf Vergessenwerden

Überall werden Daten über uns gesammelt, welche oftmals nicht oder nur schwer gelöscht werden können. Dieses Recht geht über das Datenschutzgesetz hinaus und gibt die Kontrolle zurück an die Bürgerinnen und Bürger.

2Recht auf ein Offline-Leben

Die Digitalisierung hat viele Abläufe auf Webseiten oder in Apps verschoben. Diese Veränderung hat nicht nur Vorteile – gerade die Zugänglichkeit, Einfachheit und der Datenschutz gehören meist zu den Verlierern. Dieses Recht schützt uns gegen einen Online-Zwang.

3Recht auf Informationssicherheit

Wöchentlich wird über erbeutete Daten berichtet und auch die Schweiz ist nun oft das Ziel. Viele Unternehmen sammeln sensitive Daten und schützen diese nicht ausreichend. Dieses Recht erhöht den Druck auf Organisationen und ermöglicht besser gegen Sicherheitsprobleme vorzugehen.

4Recht darauf, nicht von einer Maschine beurteilt zu werden

Die Automatisierung hat in vielen Bereichen Einzug genommen. Oft werden Anfragen von Robotern und wichtige Entscheidungen von Algorithmen getroffen. Die Auswirkungen von falschen Ergebnissen können einschneidend sein. Das Recht ermöglicht es zu fordern, dass man von einem Menschen beurteilt wird.

Bereits überzeugt? Wie können wir auf dich zählen?

Es freut uns, dass wir dich für unsere Initiative gewinnen konnten. Mit deiner Unterschrift kommt die Einreichung der Initiative einen Schritt näher. Erzähl bitte noch deiner Familie und deinen Freunden von der Initiative, damit diese Verbreitung findet.

Unterschrift setzen

Für die Einreichung der Initiative bzw. für die Sammlung der Unterschriften ist ein hoher personeller Aufwand nötig. Nimm bitte Kontakt mit uns auf, damit wir gemeinsam eine passende Aufgabe für dich finden und so der Einreichung der Initiative näher kommen.

Der personelle und materielle Aufwand für die Durchführung einer Initiative ist hoch. Wir sind auf die Unterstützung von Privatpersonen und Organisationen angewiesen, um den Erfolg der Initiative sicherzustellen. Deine Spende gibt uns Sicherheit.

5Recht darauf, nicht überwacht, vermessen und analysiert zu werden

In Läden, an öffentlichen Orten und erst recht im Internet werden wir permanent überwacht und unsere Daten für unbekannte Zwecke verwendet. Dieses Recht gibt uns die Freiheit zurück, unser Leben ohne permanente Verfolgung zu bewältigen.

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